In milden Wintern werden massenweise Jungläuse geboren. Nur länger anhaltende Fröste von Temperaturen unter 14° C können den Läusen schaden.

Vermehrung

Den Sommer über leben nur vereinzelte Läuse an geschützten Stellen der Wirtspflanze. Ab Oktober beginnt die Vermehrung, welche fast ausschliesslich ungeschlechtlich erfolgt. In milden Wintern werden massenweise Jungläuse geboren. Nur länger anhaltende Fröste von Temperaturen unter 14° C können den Läusen schaden. Die Tierchen sind 1-1,8 mm gross, von grüner Farbe mit roten Knopfaugen.

Schaden

Am Hinterteil besitzen sie zwei Röhrchen, daher kommt der Name Röhrenlaus. Der Schaden entsteht weniger durch den Entzug des Pflanzensaftes als durch die Ausscheidung eines pflanzenschädigenden Speichels beim Saugen an den Nadeln. Der Speichel enthält hauptsächlich Aminosäuren. Die angestochenen Nadeln reagieren rasch mit der Bildung gelber Flecken, später wird die ganze Nadel gelb verfärbt. Bei Blaufichten bekommen die Nadeln schlussendlich eine violettbraune Farbe. Gegen das Frühjahr hin fallen die bestochenen Nadeln ab, wodurch nach starkem Befall die Pflanze kahl dasteht. Da glücklicherweise die Knospen nicht beschädigt werden, erfolgt im Mai ein normaler Neuaustrieb, welcher vor dem Herbst nie wieder mit Läusen besiedelt wird, auch nicht, wenn im Frühjahr noch unzählige davon vorhanden sind.

Bekämpfung

Mit der Bekämpfung der Fichtenröhrenläuse kommt man somit längst zu spät, wenn im Frühjahr der Schaden bemerkt wird. Vielmehr müssen die Läuse vernichtet werden, bevor sie mit ihrer Saugtätigkeit begonnen haben. Ab Februar kontrollieren wir während milder Perioden mindestens alle Wochen den Bestand an Läusen. Zu diesem Zweck werden die Zweige in Bodennähe auf Läuse untersucht, indem man kräftig an die Äste klopft, unter die zum Auffangen der nun abfallenden Läuse ein Stück weissen Papiers oder besser noch Kartons gehalten wird. Bei Vorhandensein von Läusen können sie neben anderem herabfallenden Material leicht an ihrer grünen Farbe erkannt werden. Dann muss aber sofort auch gehandelt werden. Mit einem auch gegen normale Läuse wirkenden Insektizid wird die befallene Pflanze, insbesondere die inneren Partien, gründlich besprüht. Die Temperaturen sollten dabei über +10° C liegen, also muss ein milder Tag abgewartet werden. Da die meisten Insektizide nicht nur die Schädlinge, sondern auch die Nützlinge abtöten, würde ich bevorzugt ein spezielles Lausmittel, das nur die Läuse und nicht auch die Nützlinge bekämpft, anwenden. Dies hauptsächlich bei einer erst spät notwendigen Anwendung ab Anfang April, wenn auch die Nützlinge mit ihrer Vermehrung beginnen. Die entsprechenden unter verschiedenen Handelsnamen erhältlichen Produkte enthalten den Wirkstoff Pirimicarb.