Zitruspflanzen werden häufig von Schädlingen wie Blattläusen oder roten Spinnen befallen. Diese schwächen die Pflanze, indem sie Pflanzensäfte aussaugen, und können das Wachstum deutlich beeinträchtigen.

Schädlinge im Winterquartier

Leider werden Zitruspflanzen insbesondere im Winterquartier gerne von Schädlingen befallen. So werden die gelegentlich massenweise auftretenden Blattläuse am erfolgreichsten mit Insektizidspritzungen bekämpft. Sie sind mehrmals nacheinander in Intervallen von etwa 2 Wochen durchzuführen, um auch die aus noch vorhandenen Eiern schlüpfenden Jungtiere zu erfassen. Es gibt spezifische Blattlausmittel, welche nur die Blattläuse abtöten, alle anderen Insekten dagegen schonen, so auch die Nützlinge, im vorliegenden Falle besonders die Marienkäferlarven, welche Blattlausräuber sind. Es handelt sich um Spritzmittel auf Basis des chemischen Stoffes Pirimicarb. Im Fachhandel sind Kleinmengen davon erhältlich. Wer nicht chemisch behandeln will, kann die Läuse auch mit blossen Fingern oder mit Hilfe eines Lappens, das Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger leicht festgehalten, zerdrücken und abstreifen. Dies muss aber mehrmals pro Woche erfolgen, bis keine Blattläuse mehr aus den überall vorhandenen Eiern schlüpfen. Auch sind Schmierseifelösungen anwendbar, ebenfalls sehr häufig nacheinander.
Schildläuse und Wollläuse lassen sich ebenfalls durch Abreiben mit den Fingern oder einem Lappen entfernen. Im Winter können zudem Ölemulsionen (Paraderil) gespritzt werden. Auf Jungtiere wirken auch schwefelsaure Tonerde oder spezifische Insektizide. Ältere Tiere unter den schützenden Schildern oder Wachsbüscheln sind kaum mehr durch Spritzungen zu bekämpfen. Hier wirken systemische Granulate, die einfach auf den Boden gestreut werden.

Läuse

Blatt-, Schild- und Wollläuse scheiden eine zuckerhaltige klebrige und glänzende Flüssigkeit aus. Darauf siedeln sich bald Russtaupilze an, was sich an der nun schwarzen Farbe der Süssigkeit zeigt. Auch Ameisen freuen sich an der Schleckerei und marschieren in Massen an. Den Pflanzen schaden sie nicht.

Rote Spinnen

Auch die an Zitruspflanzen oft auftretenden Milben, hier meistens die ‚Roten Spinnen’, treten besonders gerne im Winterquartier auf. Sie sind sehr klein und von blossem Auge kaum erkennbar, jedoch zeigt sich umso deutlicher der Schaden: gelb gesprenkelte und daraufhin gar abfallende Blätter. Zur Schadensbegrenzung muss die ganze Pflanze mit einem Milbenmittel eingesprüht werden.
Mit im Winter niedrigen Temperaturen im luftigen Winterquartier ist der Schädlingsbefall bedeutend geringer als in warmen Räumen. Auch sollte die Aufenthaltsdauer im geschützten Winterquartier möglichst kurz sein. Spätes Einräumen und frühes Auswintern unter Beachtung der Frostperioden sind anzustreben. Vielleicht muss im Herbst und im Frühjahr mehrmals der Standort gewechselt werden, wenn Temperaturen wesentlich unter dem Gefrierpunkt vorausgesagt werden.

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